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Leopold Schefers Römische Quartette Op. 20 (1)

Herausgegeben von Mirko Scholta-Scholze

Vorgestellt von Bernd-Ingo Friedrich


Leopold Schefer: Römische Quartette Op. 20 Nr. 1 d-Moll für 2 Violinen, Viola und Violoncello.
Hrsg. Mĕrko Šolta-Scholze. Bautzen: LUMIR 2007. ISMN M-700170-27-1. 21,40 Euro.

Nachbemerkung [von Mĕrko Šolta-Scholze]
Der in Muskau (Oberlausitz) geborene Jugendfreund Fürst Hermann Pücklers begann dieses Streichquartett laut Angaben von Dr. Ernst-Jürgen Dreyer wohl im Jahre 1817 in Triest. Mit dieser Veröffentlichung gelangt nun nach fast 200 Jahren das erste der Römischen Quartette Op. 20 von Leopold Schefer (1784-1862) an das interessierte Konzertpublikum. Danken möchte ich Herrn Dr. Ernst-Jürgen Dreyer, Kaarst [heute Neuss], für Anregung und Unterstützung, die zur Veröffentlichung beitrugen. Vor allem danke ich aber Herrn Hubert Kross, St. Blasien, für die Mitarbeit am Lektorat und für vielfältige Hinweise, Interpretationsangebote und Lösungsvorschläge bei verschiedenen kritischen Stellen des nicht immer leicht zu lesenden Manuskripts. Besonders gekennzeichnet wurden Interpretationsvorschläge (gestrichelte Legatobögen, in Klammern gesetzte dynamische Angaben).
Bautzen, Weihnachten 2007.


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Die römische III auf dem Umschlag ist ein Druckfehler; es muß natürlich heißen: I.


Ernst-Jürgen Dreyer:
Die drei „Quatuors“, mit Nebentitel von Schefer „Römische Quartetten“ genannt, für die Entstehungsdaten von 1817 bis 1821 (Reinschrift) bezeugt sind, stellen in der zuweilen kühnen [...] doch oft fragmentarisch bleibenden Scheferschen Instrumentalmusik einen Qualitätssprung dar. Erstens zeigen sie den Dilettanten gleichsam über Nacht im Vollbesitz des handwerklichen Rüstzeugs: ein Blick, wo immer auch in die Partitur geworfen, zeigt souveränen Umgang mit den vier Instrumenten, sonore Fülle und eine ständige Teilnahme aller am durchbrochen-motivischen Spiel. Ist dies zwar wohl Haydns Provenienz verpflichtet, so sorgt doch schon vom ersten Satz an die tiefe Lage für einen romantischen Klang. Pars pro toto [steht dafür] der Anfang vom Kopfsatz des h-Moll- Quartetts, der darüber hinaus den schottischen Ton Mendelssohns antizipiert ... *

Zur Uraufführung des Quartetts am 13. Juni 2010 (!) bitte HIER klicken.
Zum Römischen Quartett Op. 20 Nr. 2 C-Dur von Leopold Schefer bitte HIER klicken.


Einzige Anmerkung
* Dreyer, Ernst-Jürgen/ Friedrich, Bernd-Ingo: „Mit Begeisterung und nicht für Geld geschrieben“. Das musikalische Werk des Dichters Leopold Schefer. Görlitz: Verlag Gunter Oettel 2006; S. 106ff.

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