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Hermann von Callenberg (1744-1795)

Der Künstler unter den Grafen

Von Bernd-Ingo Friedrich


Wissen schadet nichts, aber Unwissenheit schadet erstaunlich.
Hermann von Callenberg 1785.


Wolff, Merckwürdige Begebenheiten:
1781. 17. Sept. bey Anwesenheit verschiedener Freunde d. H. Standesherrn, des Landeshauptmann v. Carlowitz nebst Gemahlin und Kindern, der Fr. Geh.Räthin v. Maxin, Fräulein von Könitz, KammerSänger Consialin, Amtmann Beck und seines Bruders, veranstaltete d. H. Graf einen Masken Ball wozu er Anzüge und Vorstellung der französischen Kartenmänner wählte und selbst die Masce des Coeur Königs trug und die Quadrille selbst aufführte und den Freunden folgende Verse in die Hand gab.

Freunde! wenn Ihr uns belacht
o, so wißt: auch unter Tanz und Scherzen
wird von warmen Herzen
der Freundschaft Opfer euch vergnügt gebracht.


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Wolff, Merkwürdigkeiten:
1785. 30t. Octbr. gebar die Standesherrin Fr. Gräfin von Pückler ihren ersten Sohn – welcher am 4. Novbr. getauft wurde.
An seiner Taufe dichtete der Großvater, Herr Graf v. Callenberg folgenden Gesang:

Mel: Liebster Jesu wir sind hier
1.
Gott dein Taufbund heilget sich
meine allerersten Triebe!
Schon dein erster Ruf an mich
ist ein Ruf voll Vaterliebe
Traue diesem großen Bunde
segne meine lezte Stunde
2.
Selbst kan ich dein Lob noch nicht
von den schwachen Lippen stammeln
Sprechen was der Mund verspricht
Derer die sich hier versammeln
Aber ihr Gelöbnis weyte
mich zu unverbrochner Treue
3.
Dein Gebot sey meine Lust
Dir gefallen meine Freude
Gottesfurcht in meiner Brust
einst mein Trost noch in dem Leide!
Dir zu eigen hingegeben
Bleibe Dein mein ganzes Leben.


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